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Whisky wird wie die meisten Spirituosen nicht einfach aus irgendeinem Glas getrunken. Kenner haben einige Kriterien, nach denen sie ein hochwertiges Glas auswählen. Das Glas muss klar und ungefärbt sein, denn nur damit lässt sich die Farbe des Whiskys korrekt einschätzen. Aus diesem Grund ist dünnes Kristallglas sehr beliebt. Tumbler Gläser werden zum Genuss von Blends und amerikanischen Whiskeys verwendet, während die schottischen Single Malts eher aus Tulpengläsern verköstigt werden. Tasting-Gläser wiederrum verhindern, dass nach dem Einschenken zu viel von dem wertvollen Aroma des Whiskys entweichen kann.

Auch beim Rand haben Whisky Profis genaue Vorstellungen seiner Beschaffenheit. Am besten ist er leicht gewölbt, denn dadurch kann der Inhalt breit in den Mund fließen, was einer optimalen Entfaltung des Aromas zuträglich ist. Die Auswahl auf dem Markt ist groß. Damit Sie beim nächsten Whisky genau wissen, welches Glas Sie verwenden sollten, haben wir Ihnen hier einen spannenden Ratgeber erstellt.

Der Whisky Tumbler – Ein Glas für Bourbon Trinker

Bestellen Sie einen Whisky in einer Bar, bekommen Sie ihn höchstwahrscheinlich in einem Tumbler serviert. Es lässt sich leicht befüllen, leitet kaum Wärme ab und bietet ausreichend Platz für Eis und Whisky. Durch die große Öffnung verfliegt das Aroma des Inhalts jedoch sehr schnell. Dies macht bei einem Blend keinen großen Unterschied, doch genießen Sie einen Single Malt, können Ihnen dadurch köstliche Momente entgehen. In diesem Fall sollten Sie lieber auf ein Tulpenglas ausweichen.

Im Tumbler lassen sich vor allem amerikanische Bourbons und Blend Whiskys genießen. Am besten mit etwas Eis.

Wofür lässt sich das Tumbler Glas verwenden?

Neben den oben beschriebenen Vor- und Nachteilen, hat das Tumbler Glas noch weitere Vorzüge zu bieten. Es eignet sich hervorragend für Easy-Going-Blends und leckere Drinks, die eventuell noch Platz für weitere Zutaten benötigen. Letztendlich stellt der Tumbler jedoch das Bindeglied zum stilechten Genuss amerikanischer Bourbon Whiskeys dar.

Sollten Sie gerne Rye Whiskey oder Bourbon trinken, darf das Tumbler Glas in Ihrer Hausbar nicht fehlen. Für ein Whisky on the Rocks brauchen Sie nur das Glas, etwas Eis und einen guten Tropfen. Natürlich können Sie die amerikanischen Sorten auch in einem Nosing-Glas ausprobieren, doch entspannter und ein wenig eleganter ist definitiv der Tumbler.

Das Tumbler Glas: Die erste Wahl für Blends, Cocktails und Longdrinks

Einige Whiskeys lassen sich weniger gut aus einem Nosing-Glas trinken. Für einen Scotch Blend reicht das Volumen des Glases nicht aus. Hier kommt auf jeden Fall der Tumbler zum Einsatz. Gemischte Drinks, Eis und Cocktails finden mit Leichtigkeit Platz in ihm. Trinken Sie Ihren Bourbon gerne mit Cola oder mögen Sie gerne einen Schuss Ginger Ale im Whisky? Greifen Sie auf jeden Fall zum Tumbler, denn nur hier können Sie für ein ausgewogenes Mischungsverhältnis sorgen.

Warmer Whiskey? Mit einem Tumbler Glas kein Problem

Neben den aromatischen Vorteilen des Tumblers, wollen wir Ihnen natürlich auch noch kurz erklären, warum dieses Glas grundsätzlich einen so dicken Boden hat. Es geht hier in erster Linie um die Kälte, die möglichst im Glas bleiben soll. Durch den dicken Glasboden wird die Wärme nur bedingt aufgenommen. Zusätzlich liegt das Glas durch das hohe Gewicht sehr gut in der Hand. Neben dem Genuss steht das Tumbler Glas für die Lebensart des bekanntes Mannes von Welt. Es ist also ein echtes Stil-Accessoire.

Das Nosing-Glas – Genuss für Scotch Kenner

Sicherlich haben Sie schon einmal gehört, dass Whisky Kenner nicht nur vom Tasting sprechen, sondern auch vom Nosing. In diesem Fall kommt dann nicht der Tumbler zum Einsatz, sondern das sogenannte Nosing-Glas. Damit werden Single Malts oder ganz besonders feine Whiskys genossen.

Das Nosing Glas ähnelt einem Sherryglas. Die bauchige Form sorgt dafür, dass die Aromen sich gut ausbreiten, aber wegen der schmalen Öffnung nicht gleich entweichen können. Damit können geübte Nasen sehr schnell die einzelnen Aromen im Whisky „erschnuppern“ und benennen. Auch diese Gläser haben einen gewölbten Rand, damit der Inhalt breit und flächig in den Mund fließen kann. Da neben dem Geruch auch die Farbe eine große Rolle spielt, sind auch Nosing-Gläser am besten aus Kristallglas gefertigt.

Dünnes Glas und ohne Eis – Das Tulpenglas

Vergleichen Sie das Tulpenglas mit einem Tumbler, werden Sie schnell erkennen, dass es über eine sehr viel geringere Glasstärke verfügt. Dies erleichtert den Kennern den Whisky mit der Hand leicht anzuwärmen. Grundsätzlich sollten Single Malts immer bei Zimmertemperatur und ohne Eis getrunken werden.

Nosing-Gläser gibt es auch mit Deckel

Manche Whiskey-Sorten haben besonders feine Aromen, die leider sehr flüchtig sind. Damit ist gemeint, dass diese Aromen sehr schnell verfliegen und dann nicht mehr erkennbar sind. Durch den Deckel haben Sie einen Vorteil: Sie sperren die Aromen quasi im Glas ein, können in Ruhe warten bis sich alle Details im Glas ausgebreitet haben und genießen dann den vollen Duft nachdem Sie den Deckel geöffnet haben.

Zusätzlich können Sie mit einem Deckel das „Whisky Fenster“ erkennen. Geben Sie Ihrem Whisky bei geschlossenem Deckel einen Ruck und er wird sich auf dem Glas verteilen. Jüngere Malts fließen schneller und heller, während die älteren Whiskeys einen leicht öligen Film hinterlassen. Schütteln Sie Ihren Whisky jedoch nicht zu viel, denn sonst löst sich der Alkohol und schwebt zusammen mit den Aromen im Glas.

Zwei verschiedene Glasformen – Ein Zweck

Es gibt zwei verschiedene Glasformen, mit denen Sie Ihren Whisky genießen können. Einmal gibt es das klassische Glencairn Glas und auf der anderen Seite das klassische Tulpenglas. Das Glencairn Glas hat sich zum Standard-Glas bei vielen Tastings und Nosings entwickelt. Es fasst 35ml Whisky und ist trotz seiner dünnen Glaswand sehr stabil. Die meisten schottischen Destillerien setzen es bei Tastings ein.

Etwas eleganter ist hier das Tulpenglas. Es besitzt einen langen Stil und erfüllt durch seine dünne Wand die Voraussetzung der echten Whisky Kenner. Gerade für ältere Single Malts lässt sich das Glas sehr gut verwenden, denn es bringt die Aromen perfekt zur Geltung. Durch die aufrechte und schmale Form, wirkt das Tulpenglas sehr elegant und versprüht einen gewissen Charme, was es auch bei feierlichen Anlässen sehr gut in Szene setzt.

Greifen Sie lieber zu Qualität

Wenn Sie viel Geld für einen Whisky ausgeben, sollten Sie auf keinen Fall am Glas sparen. Stellen Sie sich vor ein alter rostiger PKW wird mit einem nagelneuen 500 PS Motor ausgestattet. Er ist sicherlich sehr schnell, aber Stil hat dieses Fahrzeug nicht. Genauso verhält es sich beim Whisky. Nur aus einem hochwertigen Glas kommen die Aromen in Perfektion zur Geltung.

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