Wein hat eine eigene Sprache! So kommt es vielen auf jeden Fall vor! 

Vor allem, wenn man gerade noch ein Einsteiger in der Weinwelt ist, wird man oft mit vielen Fremdwörtern attackiert. 

Daher wollen Wir ein wenig Licht ins Dunkle bringen und Dir schonmal die 26 wichtigsten Grundbegriffe an die Hand geben! 

• • • •

Lesezeit ca. 3:40 min.

Abgang

Mit dem Abgang, wird der Nachgeschmack bezeichnet, den die verschiedenen Aromen und Geschmacksrichtungen des Weins im Mund hinterlassen. Teilweise wird er aber auch Nachhall oder Finish genannt. Je nach Rebsorte oder Lagerung kann der Abgang von seiner Intensität und Dauer variieren. 

Adstringierend

Adstringierend kommt aus dem lateinischen Wort „adstringere“ und bedeutet „zusammenziehen“. Es beschreibt also das Mundgefühl, wenn sich die Schleimhäute im Mund zusammenziehen. Dies passiert meist, wenn der Wein sehr viel Säure und Tannine aufweist. 

Barrique

Barrique sind Eichenfässer, in denen der Wein gelagert wird. Sie haben ein Fassungsvermögen von nur 225 Litern. Die Fässer geben dem Wein einen unverwechselbaren Vanillegeschmack und weisen einen höheren Gehalt an Gerbstoffen oder Tanninen auf. Meist werden sie alle 3 Jahre ausgetauscht, damit die Fässer ihre Aromen wieder abgeben können. 

Blindprobe

Unter einer Blindprobe versteht man die blinde Verkostung eines Weines. Entweder werden den Weinverkostern die Augen zugebunden, oder der Wein wird aus schwarzen Flaschen serviert. Eine Blindprobe eignet sich aber nur für Weinexperten, welche die unterschiedlichen Aromen des Weines gut unterscheiden können. 

Bukett

Bezeichnet die Gesamtheit aller Aromen im Wein. 

Charakter

Wenn ein Wein einen „guten Charakter“ hat, bedeutet dies meistens nichts anderes als ein „guter Wein“. Im Allgemeinen meint man damit den insgesamt Eindruck des Weines mit seinen Geruchs- und Geschmackseigenschaften. 

Cuvée

Ist ein Wein, der aus verschiedenen Rebsorten hergestellt worden ist. Im Deutschen sagt man dazu auch „Verschnitt“. 

Edelfäule

Edelfäule ist ein Schimmelpilz, der sich auf sehr reifen Trauben bildet. Er ist bei den Winzern ein erwünschter Pilz, da er dafür sorgt, dass sich das Wasser in der Beere und verringern und der Zuckergehalt steigt. Somit eignet sich der Schimmelpilz perfekt für die Herstellung vom süßen Wein. 

Entrappen

Mit entrappen wird der Prozess gemeint, bei dem die Beere vom Traubenstiel getrennt wird. Geschieht dies nicht, gelangen unerwünschte Bitterstoffe in den Saft. 

Extrakt

Bezeichnet man alle Stoffe im Wein, die nicht verdampfen, wenn man den Wein erhitzten würde (Wasser und Alkohol verdampfen). Darunter zählen unter anderem Aromastoffe, Zucker, Säure, Polyphenole, Mineralstoffe, Vitamine und Stickstoffverbindungen. 

Fassprobe

Man spricht von einer Fassprobe, wenn man einen nicht in Flaschen abgefüllten jungen Wein, direkt aus dem Fass trinkt. 

Handlese

Wenn die Trauben reif sind, dann spricht man nicht von einer Ernte, sondern von einer Lese. Handlese bedeutet demnach nichts anderes, als das Lesen der Trauben von Hand. Demgegenüber steht die maschinelle Lese, die heutzutage viel öfters eingesetzt wird. 

Jungwein

Als Jungweine werden diejenigen Weine bezeichnet, die ihre Gärung erst vor kurzem abgeschlossen haben, aber noch Wein-Hefe enthalten. Durch die Hefe wirken sie noch sehr trüb und müssen noch „verschönert“ werden. Die Vorstufe des Jungweins ist der Federweißer. Hier wurde die Gärung noch nicht abgeschlossen. 

Kellermeister

Der Kellermeister ist eine Berufsbezeichnung. Er überwacht alle Arbeitsprozesse von der Pressung, der Gärung und der Ausbau, bis hin zur Lagerung. Demnach ist er sehr stark für die Qualität und den Charakter des Weines verantwortlich.

Keltern

Beschreibt den Prozess, bei dem die Beeren gepresst werden. Früher hat man diesen Vorgang noch mit den Füßen gemacht. Heutzutage übernehmen dies mechanische Gerät.

Kirchenfenster

Die Kirchenfenster oder auch Weintränen genannt, geben Aufschluss über den Alkoholanteil des Weines an. Wenn man seinen Wein im Glas schwenkt, bilden sich an der Innenseite Schliere (Tränen), die am Glasrand herunterfließen. Je nachdem wie groß der Abstand zwischen den „Tränen“ ist, kann man auf den Alkoholgehalt schließen. Weist der Wein einen hohen Alkoholgehalt auf, ist der Abstand zwischen den Tränen sehr gering. Bei wenig Alkoholgehalt, ist der Abstand dementsprechend größer. 

Körper

Wenn man seinen Wein als Körperreich beschreibt, meint man damit einen sehr starken, voluminösen, fülligen und kräftigen Wein. Meistens weisen sie dann einen hohen Anteil an Gesamtextrakt und Alkoholgehalt auf. 

Einen Wein der wenig Körper besitzt, schmeckt sehr schlank, leicht, kraftlos und wässrig. Diese weisen nur sehr wenige Aromastoffe auf. 

Kurz gesagt beschreibt der Körper den Gesamteindruck, den ein Wein im Mund hinterlässt. 

Lieblich

Lieblich ist eine andere Ausdrucksweise für einen süßen Wein. Dabei muss der Gehalt an Restzucker im Wein den eines halbtrockenen Weins übersteigen. 

Maische

Bei der Herstellung von Wein werden die Beeren zerdrückt. Dieses Gemisch aus Fruchtfleisch, Saft, Schale und Kern nennt man Maische. 

Schönen

Mit Schönen ist ein Verfahren bei der Weinherstellung zu verstehen, bei dem der Jungwein „verbessert“ und „gereinigt“ wird. Dabei wird der Wein stabilisiert, indem Trübungen wie Hefe oder andere Bakterien herausgenommen werden. Dazu werden dem Wein Stoffe zugesetzt, wie Eiweiß oder Gelatine. 

Sommelier

Sommelier ist eine Bezeichnung für einen Weinkellner. Der Beruf des Sommeliers ist aus dem mittelalterlichen Amt des Mundschenks hervorgegangen. Er berät seine Gäste vor allem bei der Wahl des perfekten Weins zur gereichten Speise.  

Sortenrein

Ein Wein, der aus nur einer Rebsorte hergestellt wurde. Ist das Gegenteil vom Cuvée.

Tannine

Chemische Substanzen, die vor allem in den Schalen, Kernen und Stängeln der Rotweintrauben vorkommen. Ihre Hauptfunktion ist es die Traube vor Fressfeinden zu schützen. Im Wein sorgen Tannine für einen sehr trockenen und zusammengezogenen Mund. 

Umkippen

Wenn ein Wein umgekippt ist bedeutet es, dass er den Höhepunkt seiner Entwicklung überschritten hat. Seine Entwicklung wird sich demnach nur noch verschlechtern, welches sich im unangenehmen Geschmack und Körper zeigt. Der Wein ist verdorben und ungenießbar.

Vertikale Verkostung

Ist eine Form der Weinprobe, bei der die verschiedenen Jahrgänge eines Weins vom gleichen Produzenten miteinander verglichen werden, um den Einfluss des Jahrgangs auf die Qualität zu ermitteln.

Winzer

Winzer, kommt von dem lateinischen Wort „Vinitor“ und bedeutet „Weinleser“. Er ist für alles verantwortlich, was den Anbau der Wein-Trauben betrifft. Dazu gehört das Sähen der Jungpflanzen, das beschneiden Weinstöcke, und das Bekämpfen der Fressfeinde. Um die Wein-Herstellung kümmert sich hingegen der Kellermeister.

Keine Lust mehr zu lesen? Dann stöbere doch mal durch unsere Wein-tastings und lass dir die Weinwelt persönlich erklären!

Fast geschafft!

Du hast bereits 9 von 11 Beiträge zum Thema Wein durchgelesen. Schaue Dir nun auch den nächsten Beitrag an, um Dein Basiswissen zu vervollständigen!

Oder gehe zum Weinkurs Teil I, um einen Überblick über alle Themen zu bekommen!

Nächster Beitrag:

Wein richtig trinken

Lesedauer: Ca. 3 min.